Ideales Laufwetter…

Foto0078Diese zwei Worte sorgen bei meiner Frau aufgrund der derzeitigen Wetterlage für blankes Entsetzen und mitunter zu Grundsatzdiskussionen über den Begriff “ideal”. Ich mags, wenn es etwas kühler ist zum Laufen, meine Frau würde gerne mal wieder ein paar Stunden trockenen Fußes und ohne Frösteln auf der Terrasse verbringen und wenn ich ehrlich bin, ich auch. Aber das ist ein Laufblog und kein Sitzblog, deshalb nehme ich das Wetter so wie’s nun mal ist…

Die vergangenen Wochen habe ich mich langsam wieder an meine alte Form herangetastet. Den während meines JunutAbenteuers in Mitleidenschaft gezogenen Zeh habe ich wieder hinbekommen. Danke an alle, für die Genesungswünsche :-). Mir war heute nach den ganzen Kurzdistanzen im eher therapeutischen Bereich nach einer längst fälligen Ultradistanz. Die 5-Summits gehen immer und ich kenne die Strecke mittlerweile schon im Schlaf. Neu an der heutigen Strecke war allerdings das Wetter. Ich bin sie noch nie bei strömendem Regen, 5 Grad und Orkanböen (Gegenwind) gelaufen.

Nachdem ich mich nach einem langen Eintscheidungsprozess zum Trail-Ticino angemeldet habe (nix Irontrail), dachte ich mir, ich könne so gleich mal ordentlich meinen neuen Olmo12 und meinen ganzen anderen Regenplunder ausgiebig testen. Miese Wetterbedingungen sind bei langen Läufen nie auszuschließen und so trainiere ich schon mal “reale” Bedingungen (Ich bin von mir selbst überrascht, mit welchen Argumenten ich mir mittlerweile schlechteste Laufbedingungen schönreden kann).

Übrigens: Der Olmo12 ist eine Wucht, der sitzt wie angegossen, die Trailstock-Aufbewahrung ist gewöhnungsbedürftig und vermutlich nur für leichte Klappstöcke und nicht für meine Teleskop-Stöcke geeignet. Die Verschlüsse der Gurte sind etwas unpraktisch und warum man nicht die bewährten Verschlüsse genommen hat ist mir schleierhaft, mit Handschuhen ist das ein richtige Gefriemel.

Achja, der Lauf: Anstrengend. Morast, wo sonst Wege sind, Nebel wo sonst Aussicht ist, Regen, wo’s sonst trocken ist. Aber es lief und nach 6,5 Stunden und 50km saß ich im Zug.

Und noch ne Erkenntnis: Heute hat’s mal nicht geregnet weil ich unterwegs war, sondern ich war unterwegs weil’s geregnet hat.

Wir sehen uns.