Bastelstunde: Gewichtsoptimierung bei Teleskopstöcken

Was macht der denn jetzt wieder? Er bastelt. Das Ganze hat eine Vorgeschichte:

Ich benutzte seit Jahren bei vielen Läufen meine geliebten Leki-Teleskop-Stöcke (Alu). Die gaben allerdings in den letzten Monaten immer mehr den Geist auf: Sie klappten einfach in sich zusammen. Der Mechanismus zum Verschrauben ist einfach in die Jahre gekommen. Blöd ist nur, wenn sie das während des Laufens machen und Du Dich drauf verlässt. Ich ging damit ein paar Mal ordentlich in die Knie. Ich denke zudem eher schwäbisch und trage mein Zeug auf, bis es auseinanderfällt. Meine Frau hingegen witterte ein Sicherheitsrisiko und überredete mich letztendlich (und berechtigterweise) zum Neukauf. Aufgrund der Sportgeschäftdichte in Chamonix habe ich ein paar günstige Alustöcke von Black Diamond gefunden, die meinen Lekis am nächsten kamen. Ihr wisst ja wie das mit den Gewohnheiten so ist: Man kommt nicht gerne davon ab, wenn sich mal was bewährt hat. Ich mag zudem keine Carbonstöcke seit ich mal gesehen habe, wie einem Läufer einer zerbrochen (oder besser: zersplittert) ist und er sich damit beinahe gepfählt hätte. Das gute Alu musste es sein, die sind allerdings auch schwerer. Ich wollte die Neuen etwas leichter haben:

Der Maximalauszug des Stocks ist 140cm. Ich laufe am liebsten mit 115cm Auszug. Die restlichen 25cm werde ich nie brauchen und schleppe sie nur umsonst mit mir rum. Also, ab in den Keller, die Flex geholt und die unbenötigten Enden der einzelnen Auszugsrohre jeweils um 10cm gekürzt. Die scharfen Kanten noch mit 600er Schleifpapier “entschärft” – fertig.

Jetzt wiegt der Stock 242 Gramm (3 Gramm weniger als mein alter Leki).

Nachtrag 09.09.2012
Habe jetzt noch die unteren 8 cm der Schaustoffummantelung mit einem Teppichmesser entfernt und nochmal  6 Gramm pro Stock eingespart. Nicht dass ich das noch merken würde, aber es beruhigt :-).