De-Ultrierung

“Geh laufen” sagt meine Frau immer, wenn ich rastlos durch die Wohnung tigere. Das sind Frühwarn-Symptome die ich noch nicht wahrnehme, aber sie. Danach gehts dann wieder. Gestern Abend hingegen habe ich es selber schon gemerkt und ich ging mir dabei selbst innerlich schon auf die Nerven. Ich musste raus um der drohenden De-Ultrierung (geniale Fachbezeichnung nach Hansjürgen J.) zu entgehen.

Das Wetter passte, der Olmo5 war schnell gepackt und als die Tür hinter mir ins Schloss fiel, war mir noch nicht klar, wohin ich laufen wollte. Rüber zum Hohenstaufen, dann nach Schwäbisch Gmünd. Mein 50km-Klassiker für zwischendurch. Den Streckenverlauf muss ich nicht lange erklären, den habe ich schon zig Mal gebloggt, deshalb nur die Fotos. Die Strecke laufe ich mittlerweile im Schlaf und wäre die Hitze ab dem Rechberg nicht so hoch gewesen, hätte ich das hohe Tempo länger halten können.

Aber während des Laufs schießen mir viele Gedanken durch den Kopf:

  • Immer wieder kommen mir Wanderer entgegen. Wer verkauft dem einfachen Wanderer diese elend schweren und hochgebirgstauglichen Wanderstiefel fürs Rumwandern im heimischen Wald? Die Sportgeschäfte sicher machen einen Mordsumsatz damit…
  • Kann man das Leitungswasser aus Friedhöfen gefahrlos trinken?
  • Es gibt zu wenig “Bleibt auf den Wegen”-Schilder. Meinen Mitmenschen ist zuweilen nicht ganz klar, was sie da gerade alles kaputttreten. Trail ja, aber nicht um jeden Preis.