Mit der Briefwaage…

… immer das gleiche Spiel: die vorgeschriebene Pflichtausrüstung und das Gewicht…

Nächste Woche stehe ich wieder mal beim UTMB am Start, diesmal allerdings in Courmayeur in entgegengesetzer Richtung – es hat dieses Jahr “nur” für den TDS (110km – 7100HM – 31Std.) gereicht. Nach einem verletzungsbedingten UTMB-DNF in 2009 und dem Rennabbruch 2010 hatte ich zu wenig Punkte um mich für 2011 zu qualifizieren und so habe ich den TDS zu meinem Projekt gemacht. Ich sehe ihn nicht als “Ersatzlauf”. Die Höhenmeter, gerechnet auf die Distanz ergeben einen höheren Koeffizienten als beim UTMB und das flößt mir ordentlich Respekt ein. Er ist daher dem Trail Verbier/St. Bernard sehr ähnlich und ich bin ein wenig aufgeregt.
Nicht minder spannend ist schon die Vorbereitung: Ein Hotel finden, nicht zuviel und nicht zuwenig mitnehmen und dann wieder in ein Land fahren, dessen Sprache ich nicht spreche…
Training: Nach dem K78 in Davos vor ein paar Wochen laufe ich wenig, nur lockere Einheiten, einige leichte Longjoggs über die Schwäbische Alb (35-40km) und der Rest besteht aus mentalem Training: Bei Google-Earth laufe ich die Strecke schon mal ab und das sieht machbar aus 🙂
Jetzt stehe ich vor einem Berg Equipment, daneben die Briefwaage und wiege alles ab. Schließlich will ich micht nicht unnötig belasten. Leider stimmen die Herstellerangaben nicht immer (mein Raidlight-Pulli wiegt z.B. 350 statt der angegeben 200 Gramm…). Ich entscheide mich auch wieder für Trinkflaschen, die kann man schneller auffüllen und am Verpflegungsposten als Trinkgefäß verwenden (trotz des Pflichtbechers…), zudem muss ich den Rucksack nicht jedes Mal zum Befüllen des Trinkbeutels runternehmen. Nach 80km habe ich dazu meist keine Lust mehr, was darin endet, dass ich zu wenig trinke und den Rest kenn man ja…
Wie machen das eigentlich die “Spitzenläufer”? Wiegen die das Zeug auch, oder wird denen das abgewogen? 🙂