Seite drucken

Max läuft

Rausgehen ist wie Fenster aufmachen, nur noch viel krasser!

20130608_24Angefangen hat es damit, dass ich nach längerer (verletzungsbedingter) Pause, einigen Kilos zuviel und wiederentdecktem Bewegungsdrang anfing zu Laufen. Durch gezieltes Training nach einem sturen Plan aus dem Web wurde ich rasch schneller, schlanker und lief letztendlich meine Marathons unter 03:30 Stunden. Irgendwann hat mich dann die Sinnkrise eingeholt und ich habe mich gefragt, ob das jetzt schon alles war. Straßenmarathons sind letztendlich öde, langweilig und wollen in möglichst kurzer Zeit zu Ende gebracht werden. Am Straßenrand schreien mich permanent Leute an, denen selbst etwas Bewegung gut täte und mich nur leiden sehen wollen, mich aber gar nicht kennen – manche brauchen das und nennen dies „Stimmung bei einem Marathon“. Jetzt mal unter uns: Wenn ich das, was mir Spaß macht, möglichst schnell hinter mir haben will, stimmt doch was nicht…
Also, nicht unbedingt langsam, aber länger sollte es schon sein. Außerdem weg von den Leuten, weg vom Trubel, weg vom Asphalt und ab in den Wald. Flugzeuge gehören in die Luft, Autos auf Straßen und Menschen in die Landschaft. So kam was kommen musste: Ich wurde zum Trailläufer. Was in anderen Ländern bereits eine richtige Szene hat, erwacht nun langsam auch in Deutschland (wir brauchen in allem etwas länger, machen es aber dann gründlich). Mit der Ausrüstung auf dem Rücken 70km zum Spaß nur durch Felder, Wälder, Berge und Wiesen laufen. Fortbewegung in seiner ursprünglichsten Art.

Wir sehen uns!

Max